Diese Scheißterroristen. Ich frage mich, ob es Teil eines perfiden Plans ist, dass Attentate nichtmal glücken müssen, um die Bürger in Angst zu versetzen. Angesichts der Folgen, verschärfter Sicherheitsmaßnahmen, frage ich mich, wer hier wessen Handlanger ist. Oder arbeiten Terroristen und Sicherheitsbehörden nach dem Prinzip “eine Hand wäscht die andere”? Das Ziel von Terroristen ist es meistens, das Leben von Menschen, so wie es ist, zu stören. Die Gesellschaft zu verändern. Und die Sicherheitsbehörden möchten gerne die Freiheit der Menschen einschränken, um sie besser kontrollieren zu können. Anschläge, ob sie gelingen oder vereitelt werden, helfen beiden Seiten. Die Sicherheitsdienste haben einen Grund, strenger und mehr zu kontrollieren. Und damit erfüllen sie das Ziel der Terroristen, nämlich die Freiheit einzuschränken und das Leben für normale Bürger immer unerträglicher zu machen. Ich habe, wie ich schon häufiger schrieb, mehr Angst davor, unschuldig in das Visier der Polizei zu geraten, als bei einem tatsächlichen Anschlag verletzt oder getötet zu werden. Wenn pauschal alle Bürger wie Verbrecher behandelt werden, denn nichts anderes tut man bei umfassenden Sicherheitskontrollen, dann werden auch mehr Verbrecher gefunden. Dasselbe Prinzip findet man in Gegenden mit vielen Ärzten. Dort gibt es auch mehr Kranke. Die einen machen sich also die Patienten selbst, die anderen ihre Verbrecher. Wer eine harmlose Reise antreten möchte, am Flughafen aber schwer bewaffnete Polizisten sieht und zunehmend strengere Untersuchungen über sich ergehen lassen muss, der fühlt sich doch nicht sicher. Man erhält dadurch eher das Gefühl, in ständiger Gefahr zu schweben. Man kriegt Angst. Und damit haben Sicherheitsdienste, Politiker und Terroristen in trauter Einigkeit ihr Ziel erreicht.