Neulich, ich glaube es war bei zeit.de, sah ich den Anreißer für einen Artikel, der die Freiheit des Rauchens verteidigte. In Zeiten, in denen endlich auch in Deutschland das Rauchen wenigstens in Teilen der Öffentlichkeit verboten wird, fühlen sich Raucher diskriminiert und beklagen den Verlust ihrer Freiheit. Tja. Diese Freiheit endet eben genau dort, wo die Rechte der Nichtraucher beginnen. Und das Recht auf unversehrte Gesundheit wiegt deutlich schwerer als das Recht darauf, sich die eigene Gesundheit zu ruinieren. Ein Raucher hat, nur weil er es so geil findet, nicht das Recht, andere in ihrem Wohlbefinden einzuschränken, indem er erwiesen krebserregende Stoffe in die Umwelt entlässt. Das kommende, halbherzige Rauchverbot in Gaststätten geht noch nicht weit genug. In der Öffentlichkeit muss Rauchen komplett verboten werden. Was die Leute zuhause machen, ist ihre Sache. Und wer Raucher besucht, muss mit dem Qualm leben oder einfach gehen. Die Freiheit hat jeder. Dort aber, wo Menschen zusammenkommen, ob freiwillig oder nicht, sind es die Raucher, die sich einschränken müssen. Es wäre schön, wenn diese Selbstbeschränkung aus Rücksichtnahme selbstverständlich wäre. Da aber Raucher offenbar primär an sich und die Befriedigung ihrer Bedürfnisse denken, ist ein Verbot notwendig.