under der linden an der heide,
dâ unser zweier bette was,
dâ mugt ir vinden
schône beide gebrochen bluomen unde gras.
vor dem walde in einem tal -
tandaradei!
schône sanc diu nahtegal.

Walther von der Vogelweide, Under der Linden

Professor Dana hebt auch hervor, dasz vulcanische Thätigkeit das Wachsthum von Corallen-Riffen viel wirksamer verhindert, als ich angenommen hatte: aber wie die Hitze oder die giftigen Aushauchungen eines Vulcans den ganzen Umkreis einer groszen Insel afficiren können, ist nicht klar.

Charles Darwin, Über den Bau und die Verbreitung der Corallen-Riffe, aus dem Englischen von J. Victor Carus, Stuttgart, 1876

Und dann muss man lesen, die Änderungen, die die Rechtschreibreform hinsichtlich Orthographie bringt, seien alle schlecht. “Stopp” oder “Tipp” läsen sich nur holprig, “Delfin” und “Tunfisch” verursachten körperliche Beschwerden. Aber was genau macht denn die zuvor geltenden Regeln besser? Doch nur die Gewöhnung, wie meine beiden Beispiele zeigen. Sprache verändert sich eben mit der Zeit. Und nicht alle Regeln, die man liebgewonnen hat, finden auch bei nachfolgenden Generationen noch Zustimmung. Selbst eine sachliche Argumentation wider die Reform, die eine Wertung zum Ziel hat, muss versagen. Denn bei allen Fehlern der Reform darf man nicht übersehen, dass auch die vorherigen Regeln auf einer Reform basierten, die ihrerseits Fehler hatte.