Und wieder ein richtig mieser Film: Sunshine. Meine Güte. Der Film war dermaßen übel. Eine Story aus der Tonne, durch die dumme, unrealistische, und im Fall von Cillian Murphy auch unfassbar hässliche Leute tapsen. Nach Kanedas Tod, etwas in der Mitte des Films, wollte mein Instinkt mich aus dem Kino treiben. Aber ein völlig fehlgeleiteter Akt der Willensstärke ließ mich alles ertragen. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, die Fehler und Dummheiten aufzulisten. Vielleicht ist der Name der Mission ein guter Anfang. Die “Ikarus II” soll zur Sonne fliegen und sie reparieren. Mag an mir liegen, aber ich halte das für eine misslungene Namenswahl. Und dann das ganze Schiff. Durchsetzt mit Designideen aus der Sonderschule für Ingenieure. Sicherheitsmechanismen, die schon heute kein Problem wären, fehlen in 50 Jahren schlichtweg, weil sie der idiotischen Story (Alex Garland, The Beach, 28 Days Later) im Weg gestanden hätten. Die Charaktere unterlagen keinerlei psychologischem Screening. Wozu auch, geht ja nur um die Zukunft der Menschheit. Selbst wenn Sydney unter Massen von Schnee liegt (Hihi, wir zeigen bekannte Bauwerke in einem krass veränderten Klima, höhö) und möglicherweise viele, viele Menschen gestorben sind, können die paar Knallchargen unmöglich das Beste sein, was die Erde noch zu bieten hat. Wozu überhaupt Menschen? Der Computer besitzt um Längen mehr Verstand als die menschliche Besatzung. Und mehr Fehler als die, teilweise wahnsinnigen, Deppen kann der auch nicht machen.
Ah, das tat gut. Ich hoffe, ich konnte jemanden davon abhalten, seine Zeit und sein Geld mit diesem Müll zu vergeuden.