Profi-Radrennfahrer, die Dopingmittel benutzen, müssen zu den dümmsten Menschen der Welt gehören. Oder die Kontrollen sind doch so lasch, dass die meisten Fälle des Missbrauchs von leistungssteigernden Mitteln unerkannt bleiben. Anders ist die Selbstverständlichkeit, mit der gedopt wird kaum zu erklären. Wie dem auch sei, sind Radrennen langweilig und sollten wirklich ignoriert werden. Dann gäbe es keinen Anlass mehr für die Fahrer, sich permanent mit dubiosen Mitteln zu höheren Leistungen zu putschen.
July 2006
Fri 28 Jul 2006
Sun 23 Jul 2006
Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins beschäftigt sich in einer BBC-Reportage mit dem Titel “The root of all evil?” mit dem Thema Religion. Für den leidenschaftlichen Verfechter der Evolutionstheorie ist der Titel keine Frage. Die Darstellung der Gläubigen ist recht einseitig, es kommen nur Fundamentalisten zu Wort. Denn es geht Dawkins nicht um die guten Dinge, die Glaube bewirkt, sondern um den Hass und die Gewalt, die blinder Glaube erzeugt.
Anstelle des vierten Versuchs, meine Meinung kurz zusammenzufassen, hier einfach Links zu den beiden Teilen von “Root of all evil?”:
Fri 21 Jul 2006
SPON verbreitet einen ekelhaft tendenziösen Artikel zum Thema Stammzellenforschung. “Schavan will Europa ausbremsen” und “Für den Mülleimer gut, für die Forschung verboten” heißt es dort unter anderem. Ungeschickter kann man die Aussagen “Stammzellenforschung muss sein” und “Schavan ist doof” kaum umschreiben. Der Beitrag würde in einem Blatt der Biologielobbyisten nicht weiter auffallen. Ah, gut, bei SPON mittlerweile auch kaum mehr. Aber er stört dennoch. Vielleicht muss ich mich auch nur endlich von der Vorstellung einer neutralen Presse verabschieden. Wer vermag das schon zu sagen.
Sat 15 Jul 2006
Was hat es eigentlich mit diesen Typen, ich habe bislang nur Männer dabei beobachtet, auf sich, die morgens durch die Stadt fahren und aussehen, als wären sie bei der Tour de France einmal falsch abgebogen? Sie sind auf dem Weg zur Arbeit, wie man den Treffen mit Arbeitskollegen entnehmen kann. Dafür kleiden sie sich in teure Radsportkleidung, haben eine gefüllte Flasche mit Flüssigkeit bei sich und fahren ein teures Rennrad. Warum tun Leute sowas? Ich habe den Eindruck, dass für diese Typen Radfahren per se Sport ist und Sport muss ernsthaft betrieben werden, was synonym mit dem Tausch von viel Geld gegen nutzlosen Tand ist. Ob man die 3.500 Kilometer durch Frankreich oder nur die drei Kilometer zur Arbeit fährt. Das ist knallharter Sport für echte Männer, deren Wert sich an ihrer Ausstattung bemisst!
Tue 11 Jul 2006
Bild fordert in einem Kommentar, dass Deutschland für alle, die mit Nationaleuphorie nichts am Hut haben, zur “No-Go-Area” werden müsse. Sehr bedenkliche Rhetorik zu einem an sich harmlosen Phänomen. Die schwarz-rot-goldene Flut der letzten Wochen kann ich nicht als Zeichen für einen gefährlichen Nationalismus in breiten Schichten der Bevölkerung sehen, wie es vielerorts in dümmlicher linker Rhetorik heißt. Die Fahne war lediglich ein Ausdruck der Freude. Worüber auch immer.
Auch deine Fahne gefällt mir nicht mehr,
Die altdeutschen Narren verdarben
Mir schon in der Burschenschaft die Lust
An den schwarz-roth-goldnen Farben.
Anders als Heinrich Heine kann ich nicht behaupten, dass mir die Lust auf Schwarz-Rot-Gold in der Burschenschaft verging. Aber auch für mich sind die Farben “altdeutsch”. Ich verbinde sie mit der Bonner Republik und vor allem mit Helmut Kohl. Nach 1945 war für die Väter des Grundgesetzes klar, dass die Fahne des neuen, wieder geteilten, Deutschlands, nur SRG sein könne. Und die Zeit nach ‘45 ist es auch, die ich mit der deutschen Trikolore verbinde. Konservativ, spießig. Hirschgeweih über Eichenvertäfelung. Das ist für mich Schwarz-Rot-Gold. Sicher, Kohl regierte schon in einer anderen Zeit. Aber er selbst war dennoch ein Kind dieser Haltung. Und deshalb werde ich nicht mit einer deutschen Fahne rumlaufen oder Schwarz-Rot-Gold sonstwie zur Schau tragen. Ich verbinde damit Dinge, mit denen ich mich nicht identifiziere.