Es nervt manchmal, wenn man beim Lesen eines Buches merkt, wie der Autor auf Bilder aus Filmen zurückgreift. Damit meine ich keine bestimmten Bilder aus einem bestimmten Film, sondern Standards, vielleicht sogar Klischees. Man liest einen Satz und hat dazu Tonfall der Charaktere, Abfolge der Bilder und sogar die Kameraeinstellung vor Augen. Und zwar nicht als normalen Teil der Vorstellung, die einem ein Buch gibt, sondern als Sprung, als unpassenden Einschnitt. Der Auto zwängt einem gewissermaßen die Bilder auf, die er beim Schreiben gesehen hat, indem er gemeinsame Erinnerungen abruft. Das ist in Ordnung und erwünscht, wenn man ein Drehbuch liest. Bei einem Unterhaltungsroman sind solche Eingriffe unangenehm.
July 2006
Monthly Archive
Sun 9 Jul 2006
Fri 7 Jul 2006
Dass Peking schon länger, seit 1949, Beijing heißt, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Gerade erst aber las ich, dass Ayers Rock eigentlich Uluru genannt werden möchte. Beziehungsweise möchte das nicht der seelenlose Fels, sondern die australischen Ureinwohner, die seit 40.000 Jahren proben, um vor Touristen aufzutreten. Nebenbei bemerkt ist das eine seltsame Vorstellung, die die australische Regierung da abliefert. Einerseits nimm man Rücksicht auf die Ureinwohner und benennt Berge um, andererseits würdigt man sie übelst in Werbespots herab. Aba he. Die Welt ist eben voller seltsamer Leute.