March 2007


Endlich wieder ein richtig guter Film: “Children of Men“.

November 2027. Seit 18 Jahren wurde kein Mensch mehr geboren, weil alle Frauen unfruchtbar geworden sind. Die Welt fällt auseinander. Nur in England hält die Regierung mithilfe von Rassismus und Gewalt alles halbwegs zusammen.

Da ich etliche Leute kenne, die Vorurteile gegenüber Science Fiction haben, möchte ich sagen, dass CoM für mich weniger SF, als vielmehr ein Thriller/Road Movie ist. Denn wer sich diesen Film entgehen lässt, der verpasst wirklich etwas. Innovative Shots, gute Schauspieler, so gut wie keine Soundstage Shots und fingernagelfeindliche Spannung. Und wer mir nicht glaubt: 8,2 in der IMDb und Platz 145 der Top 250 ebenda. Also, gucken.

Ich habe kein Glück mit Filmen in letzter Zeit. Auch “Der Teufel trägt Prada” ist kein guter Film. Mir persönlich ist es ein Rätsel warum er für mehrere Oscars nominiert war. Meryl Streep als böse Chefredakteurin war für mich eigentlich nur Meryl Streep. Keine sonderlich herausragende Leistung. Vermutlich tue ich ihr damit ziemlich unrecht. Aber da ich sie nicht kenne habe ich kein Problem mit der Vorstellung, dass sie auch privat derart herablassend und gleichgültig gegenüber anderen ist. Überhaupt waren mir alle Charaktere, mit Ausnahme von Nigel (wunderbar: Stanley Tucci), dermaßen unsympathisch. Ich habe ihnen den ganzen Film über die Pest an den Hals gewünscht. Diese ganze Branche ist ekelerregend. Tja, und dann kam das schmalzige Ende, an dem alle doch noch ihre guten Seiten zeigen. Ich wüsste gerne, ob das Ende aus dem Buch erst gefilmt wurde und dann beim Testpublikum durchfiel oder ob die Versöhnung (mit dem Publikum) von Anfang an im Drehbuch stand. Grässliche Charaktere, hässliche Klamotten und Magersucht als Ziel. Wer das mag, der wird diesen Film mögen.

Wo ich schon dabei bin vor Filmen zu warnen. “Nacho Libre” ist auch kein guter Film. Zuallererst ist das Drehbuch bestenfalls durchschnittlich. Wenn ein Film auf einen Furz als humoristisches Element zurückgreift, dann weiß zumindest ich, dass dieser Film nicht für mich gemacht wurde. Und dazu kommt dann Jack Black, der offenbar nur sich selbst spielen kann. Extravertiert, scham- und respektlos, amerikanisch. Der Protagonist, ein mexikanischer Mönch vom Dorf, wird so leider nicht unbedingt glaubwürdig. Das Phänomen der mexikanischen Wrestler, ansonsten durchaus interessant, dient auch nur als “story vehicle”, um möglichst viel tolpatschige Gewalt und den üblichen Fäkalhumor an den Zuschauer zu bringen. Daher vergebe ich das Prädikat schlecht-schlecht, wo ich lustig-schlecht erwartet hatte. Schade.

Neues vom Wixxer” ist kein guter Film. Ich würde sogar sagen, es ist ein schlechter Film. Vorhersehbar, vulgär, nicht vitzig. Ok, ich übe das mit den Alliterationen noch. Apropos schlechter Film und Alliterationen mit V… Ah, anderes Thema. Der zweite Wixxer beraubt den Zuschauer seines Geldes und seiner Zeit. Sofern man älter als 12 ist. Das war das geschätzte maximale Alter der Gören weiter rechts, die sich schlappgelacht haben. Und das über Dinge, die sie nun wirklich nicht als Pointe erkennen sollten. War ich in dem Alter auch so? Habe ich gemerkt, dass es lustig sein soll, ohne es richtig zu verstehen? Aber vielleicht wachsen diese verdammten Kinder heutzutage einfach ohne ordentliche Erziehung auf. Vorsichtshalber sage ich es zum Ende nochmal in aller Deutlichkeit: Guckt euch “Neues vom Wixxer” nicht an. Der Film ist mies.