Gerade zurück von der Art Cologne. Und alleine ein bestimmtes Bild entdeckt zu haben war das Eintrittgeld wert.

Zu abstrakter Kunst habe ich ein von Indifferenz geprägtes Verhältnis, das auf Gegenseitigkeit beruht. Sie spricht nicht zu mir und ich nicht mir ihr. Aber dann sah ich “Ilsk” von Karl Otto Götz und war hin und weg. Im Original ist es 120×100cm groß, das kleine Bild hinter dem Link sagt leider nichts aus. Da das besagte Original nichtmal ansatzweise in meiner Preisliga liegt, fragte ich den anwesenden Galeristen nach Drucken oder Postern. Letztere gibt es nicht, aber Drucke. Diese kosten etwa €1.000 pro Stück. Ahem. Mal gucken, was ich jetzt aus Stuttgart höre. Das Bild hat mich derart begeistert, dass ich wirklich ernsthaft den Kauf eines Drucks erwäge.

Untitled X Files Sequel. Bereits abgedreht.

Kettcar bei Bückelrunde. Ziemliche Loser. In der Schule ging das länger. Aber dafür ham wir nie gute Musik gemacht.

Über xion kam ich zu einem lustigen Artikel von einem bekannten Atheisten, dem der Zugang zu einer Vorstellung eines christlichen Films verwehrt wurde. Die Pointe ist, dass in seiner Begleitung Richard Dawkins unterwegs war, der den Film dann sehen durfte. Ich möchte über den öffentlichen Aufruhr, den der Ausschluss eines Christen aufgrund seines Glaubens nach sich gezogen hätte, gar nicht weiter nachdenken.

An der Geschichte des Paares aus England, das unbedingt ein taubes Kind haben möchte, stören mich einige Dinge. Zum Einen halte ich es für diskussionsbedürftig, ob man Frauen ab einem bestimmten Alter noch den Kinderwunsch gewähren muss, wenn ihr Körper dies ganz natürlich nicht mehr erlaubt. Nicht alles was wir als moderne Gesellschaft bewerkstelligen können, sollten wir auch tatsächlich tun. Das führt dann gleich zum zweiten Problem. Der Selektion von Embryos. Mein Problem hier ist nicht der Wunsch tauber Eltern nach einem ebenfalls tauben Kind. Das ist so nachvollziehbar wie der Wunsch hörender Eltern nach einem nicht tauben Kind. Es geht vielmehr darum, dass von Menschen entschieden wird, was lebenswert und was des Lebens nicht wert ist.

Natürlich greift die Argumentation, dass große Köpfe wie Einstein oder Newton aufgrund ihrer angeborenen Krankheiten einer Selektion zum Opfer fallen würden, viel zu kurz. Die meisten Menschen mit Asperger oder Epilepsie bereichern die Gesellschaft so sehr wie ein Investmentbanker. Aber wenn wir diesen Pfad weiter beschreiten, geht uns als Gesellschaft die Diversität verloren, die ganz natürlich geborene Menschen mit allen Stärken und Schwächen bringen. Es gibt selbstverständlich Ausnahmen. Wenn klar ist, dass ein Embryo die Gene für eine Krankheit besitzt, die dem Kind nur einige Monate oder auch nur wenige Jahre unter Schmerzen und intensiver medizinischer Pflege bescheren würden, dann muss man das einzig menschliche tun und dieses Embryo abtreiben.

Genetik ist ein mächtiges Werkzeug und es darf nicht vorschnell für alles eingesetzt werden, was damit möglich ist. Eine Horde von designten Werbefachleuten oder Sparkassenleitern empfinde ich als zutiefst gruselige Vorstellung.

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